Vitaquell informiert

Der Einsatz von Palmöl in unseren Produkten

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

Palmöl, das weltweit am meisten verwendete Pflanzenöl, wird zurzeit kritisch diskutiert. Zuletzt aufgrund der Veröffentlichung einer Studie des Instituts fur Biomedizin (Barcelona), in der von einer Metastasen fördernden Wirkung der Palmitinsäure im Tierversuch gesprochen wird. Wir nutzen dies als erneuten Anlass um Sie zu informieren über:

  • Palmitinsäure – Vorkommen und Funktion
  • Palmöl als Zutat in unseren Produkten

Palmitinsäure – Vorkommen und Funktion:
Palmitinsäure ist eine langkettig gesättigte Fettsäure (C16), die sowohl in pflanzlichen, als auch tierischen Fetten vorkommt. Dem Palmöl hat sie zwar ihren Namen zu verdanken, nichtsdestotrotz zählen auch Avocado, Kuhmilch, Wurstwaren, Schweineschmalz, Schokolade und Muttermilch zu den palmitinsäure-reichen Lebensmitteln.

Trotz ihres Rufes als „ungünstige Fette“ im Hinblick auf eine herzgesunde Ernährung, haben gesättigte Fettsäuren, wie die Palmitinsäure, im Organismus u.a. eine bedeutende Funktion als Baustoff von Zellmembranen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile Studien zu gesättigten Fettsäuren, die nachweisen, dass deren Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel (LDL) doch nicht so negativ sind, wie bisher vermutet wurde. Inwieweit hier ein Umdenken in der Wissenschaft und eine neue Bewertung dieser Fettsäuren-Gruppe stattfinden werden, steht noch aus.

In Anlehnung an die evidenzbasierte Leitlinie „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“1 der DGE (2015) gibt es keinen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen einer Ernährung, die reich an gesättigten Fettsäuren ist, und dem vermehrten Auftreten an Krebs. Andere Faktoren wie Alkoholkonsum und Rauchen wirken sich nachweislich negativ auf die Gesundheit aus.

In Bezug auf die oben erwähnte Studie, bei der es sich um eine experimentelle Studie an Mäusen handelte, wird selbst von den Initiatoren betont, dass die Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragbar sind. Somit können keine direkten Empfehlungen für den täglichen Verzehr von  Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Palmitinsäure abgeleitet werden.

1 Quelle: https://www.dge.de/wissenschaft/leitlinien/ (Stand: Juni 2017)

Rohstoff Palmöl – unsere Position:
Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften in Sensorik, Funktionalität und Konsistenz ist Palmöl für die Herstellung von Lebensmitteln besonders geeignet und kann nicht ohne weiteres durch andere (heimische) Pflanzenöle ersetzt werden. Dies zeigen auch die Ergebnisse der aktuellen WWF-Studie „Auf der Ölspur“ (07/2016). Der größte Anteil des jährlichen Palmölverbrauchs in Deutschland geht in Biodiesel (41%, Quelle: Studie WWF), gefolgt von der Herstellung von Lebensmitteln, Körperpflege- und Reinigungsmitteln sowie dem Einsatz in der chemischen, pharmazeutischen
und der Futtermittelindustrie.

Palmöl/ Palmkernfett ist eine entscheidende Zutat bei der Herstellung unserer Pflanzen-Margarinen/ pflanzlichen Streichfette, da es ein von Natur aus festes Fett ist. Zusammen mit weiteren, natürlichen Komponenten wie hochwertigen Pflanzenölen, Sonnenblumenlecithin, Karotten- und Zitronensaft erreichen wir streichfähige Produkte ohne den Einsatz von chemischen/physikalischen Bearbeitungsprozessen (Härten und Umestern) bei Pflanzenölen.

Unser Palmöl stammt aus nachhaltigen Projekten!
So stellen wir sicher, dass für das von uns verwendete Palmöl weder Tiere in den Anbauländern sterben, noch ihren Lebensraum aufgrund von Waldrodungen verlieren. Wir achten in enger Zusammenarbeit und ständigem Austausch mit unseren Partnern vor Ort auf einen  ressourcenschonenden und sozialverträglichen Umgang mit dem Rohstoff Palmöl. Darüber hinaus ist der Anbau von Ölpalmen ein
bedeutender wirtschaftlicher Faktor in den Erzeugerländern, denn er schafft wichtige Arbeitsplätze und sichert so den Lebensunterhalt vieler kleinbäuerlicher Familien.



Weitere Informationen zum Thema „nachhaltiges Palmöl“ finden Sie unter:
www.rspo.org, www.fonap.org und www.wwf.de.

Allen Kunden, die für sich entschieden haben, weniger oder gar kein Palmöl mehr zu verzehren, bieten wir selbstverständlich Alternativen an: So haben wir bereits mit dem Produkt Vitaquell Cocovit ein pflanzliches Streichfett auf der Basis von Kokosöl und Sheabutter erfolgreich im Handel eingeführt. Weitere palmöl-freie Produkte bieten wir bereits mit den veganen Brotaufstrichen auf Basis von Leinöl/Leinsaat und Kichererbsen (Hummus) an. Eine Erweiterung des palmöl-freien Sortiments ist in Planung.

Bei weiteren Rückfragen steht Ihnen unser Verbraucher-Service-Team gerne Rede und Antwort:
Andrea Dehn: 040-57202-262
Andrea Halberstadt: 040-57202-263
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Hamburg, im Juni 2017 Fauser Vitaquellwerk KG (GmbH & Co.)